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Besuch von Katja Mast MdB in Sternenfels

Pressemitteilungen

Einen neuen Rekordbesuch verzeichnete die öffentliche Veranstaltung am Montag, den 11. Oktober 2010 um 20.00 Uhr mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast im Clubheim des SV Sternenfels.

Es kamen erfreulicherweise sehr viele Nicht-Parteimitglieder, um aus erster Hand vom Mitglied im Ausschuß für Arbeit und Soziales im Bundestag die Alternativen für die Politik der derzeitigen Bundesregierung zu hören.

Sternenfelser Diskussion
Sternenfelser Diskussion - ein erfolgreicher politischer Abend!

So konnte Gerhard Schollenberger, der 1.Vorsitzende des SPD Ortsvereins Sternenfels, neben Katja Mast, Bürgermeisterin Sigrid Hornauer auch zahlreiche Gäste recht herzlich willkommen heißen. Neben einem Drittel interessierter Bürgerinnen und Bürger waren zwei Drittel Parteimitglieder erschienen.
Eingangs lobte Katja Mast den SPD-Ortsverein Sternenfels, der immer dabei ist, stets mitkämpft, obwohl er die weitesten Fahrwege zurückzulegen hat. Zu Stuttgart 21 meinte sie, dass dies derzeit in Baden-Württemberg das wichtigste Thema ist, aber in Berlin eines von vielen wichtigen Themen, die angegangen werden müssen. Sie setze sich deshalb für einen Volksentscheid ein, weil es nicht richtig ist, dass erst am 27.03.2011 bei der Landtagswahl darüber entschieden wird. Der mündige Bürger wolle ja wissen, wer für welche Politik in den nächsten fünf Jahren steht und nicht nur, ob man für Stuttgart 21 ist oder nicht.
Da die SPD auf eine starke Wirtschaftspolitik setzt, um den Wohlstand für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zu finanzieren, sei sie deshalb auch die Partei für gute Chancen durch erfolgreiche Bildung, welche gerade in der Arbeitswelt besonders benötigt wird. Katja Mast sprach sich weiterhin für einen flächendeckenden Mindestlohn aus, weil es auch um eine Änderung in der Gesellschaft geht. Eine Sicherung der Arbeitsplätze für alle und somit Sicherung des Wohlstandes habe oberste Priorität.
In der Gesundheitsreform ist sie klar für das Solidaritätsprinzip, wo der Stärkere den Schwächeren tatkräftig unterstützt und nur die Krankheit zählt, und nicht der Geldbeutel des in die Krankenversicherung Einzahlenden. Sie fordert weiterhin die Bürgerversicherung und lehnt daher die Kopfpauschale kategorisch ab.
Die nach einer kurzen Pause sich anschließende 75minütige Diskussion war geprägt von Sachlichkeit und Toleranz, wie es im SPD-Ortsverein Sternenfels üblich ist. Jeder konnte frei und ungezwungen zu allen Sachthemen ausführlich seine Meinung sagen. Gerade eine lebhafte Diskussion wirkt befruchtend auf die stets notwendigen sich anschließenden Meinungsbildungsprozesse. Katja Mast beantwortete alle Fragen des Publikums und ging detailliert auf Probleme, Sorgen und teilweise auch kritische Anmerkungen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger ein.
Gerade die Zukunft des Wehr- und Zivildienstes in Verbindung mit der Alten- und Krankenpflege wurde von zwei anwesenden Fachkräften sehr kritisch gesehen. Es herrscht ein großes Defizit und dadurch ist der Zustand verheerend. Jeder möchte im Alter eine optimale Pflege, aber ohne eine Verbesserung der Verdienstmöglichkeiten und einer Reduzierung der Belastung für die Pflegekräfte ist dies nicht zu schaffen. Katja Mast sprach sich für einen freiwilligen Dienst aus. Jeder kann wählen, ob er diesen bei der Bundeswehr, beim Zivildienst oder bei einem anderen Dienst für die Gemeinschaft leistet. Aber diesen Dienst muß er erbringen.
Auch die Bezahlung der Nachhilfe wurde in diesem Zusammenhang äußerst kritisch gesehen. Da muss doch in der gesamten Bildungspolitik etwas nicht mehr stimmen, wenn viele Schülerinnen und Schüler heutzutage Nachhilfe benötigen. Diese Position unterstützte Mast, hielt jedoch fest, dass die Kinder die Leittragenden seien und deshalb ihre heutige Situation und die Bildungspolitik zu verändern seien. Gerade um eine bessere Bildungspolitik geht es bei der Landtagswahl im März 2011.
Der immer stärker sich auswirkende Lobbyismus wurde angeprangert. Gerade bei Arzneien stelle man ständig fest, dass diese im Ausland bei gleicher Qualität fünfzig Prozent billiger sind. Mast machte deutlich, dass schwarz-gelb diese Situation verschärft. Nach Ende der Diskussion dankte Gerhard Schollenberger gegen 22.15 Uhr der Bundestagsabgeordneten für ihren Besuch und den anwesenden Gästen sowie den Parteimitgliedern für ihre engagierte Aussprache.
Katja Mast erwiderte, dass sie gerne nach Sternenfels komme und viele Anregungen und Forderungen der Bürgerschaft aufnehme, um diese in ihre Arbeit im Bundestag einzubringen.