Schrift kleiner Schrift größer

 

Ortsinformation Woche 14/2007

Pressemitteilungen

Eintreten für die Soziale Demokratie im 21. Jahrhundert

Am Montag, den 26. März 2007, führte der SPD-Ortsverein Sternenfels eine Veranstaltung zum obigen Thema im Nebenzimmer des Gasthauses Bistro Stern im Sternenfelser Ortsteil durch.

Im Rahmen der „Woche der Ortsvereine“ referierte der Ortsvereinsvorsitzende von Bretten, Lillo Chianta, zum neuen Grundsatzprogramm der SPD. Lillo Chianta hat sich insbesondere im Kreisverband Karlsruhe Land bei dieser Materie sehr stark engagiert und gilt als ausgezeichneter Kenner des neuen Grundsatzprogrammes.

Kurz nach 20 Uhr konnte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerhard Schollenberger auch Parteimitglieder aus Illingen, Knittlingen und Sulzfeld begrüßen. In seiner kurzen Ansprache brachte auch er zum Ausdruck, dass ein neues Grundsatzprogramm jetzt auf die Füße gestellt werden müsse.

Lillo Chianta ging in seinem Vortrag auf die wesentlichen Punkte des Programmentwurfes ein. Das derzeitig noch gültige Grundsatzprogramm stamme aus dem Jahre 1989. Durch die Wiedervereinigung und EU-Erweiterung, die bald danach kamen, waren viele Punkte bereits bald überholt. Da jetzt schon 80% der Gesetze von der EU vorgegeben werden, ist eine Anpassung dringend notwendig. Auf dem Landesparteitag am 07.07.2007 und auf dem Bundesparteitag im Oktober 2007 wird das neue Grundsatzprogramm nochmals beraten und danach verabschiedet. Wichtig ist vor allem, meinte der engagierte Brettener Ortsvereinsvorsitzende, dass die Finanzierung auf eine sehr solide, aber breite Basis gestellt werden müsse, wobei alle Bevölkerungsschichten einzubinden sind.

Sowohl der Sternenfelser-Ortsvereinsvorsitzende Gerhard Schollenberger, als auch einer seiner beiden Stellvertreter, Kurt Werner Bickel, gaben zudem ihre persönlichen Eindrücke von der regionalen Programmkonferenz in Nürnberg weiter.

In der sich anschließenden, sehr langen Diskussion wurden erwartungsgemäß viele Bereiche intensiv angesprochen, wo noch erheblicher Handlungsbedarf besteht. Besonders die Chancengleichheit müsse stärker in den Vordergrund rücken und mit einer für alle verständlichen Sprache ist sich auszudrücken, damit die Fakten klar erkennbar sind. Es kommt oft nicht an,

was eigentlich beschlossen wurde. Dagegen ist der sich breit machende Lobbyismus massiv zu bekämpfen. Weitere Schwerpunkte bildeten die Rente mit 67 und Mindestlöhne bzw. Kombilöhne.

Wichtig erscheint besonders in der heutigen Gesellschaft, dass wieder Werte gebildet werden müssen.

Intensiv wurde auch über die Komplexe Gesamtschule, Ganztagesschule oder Ganztagesbetreuung gesprochen, wobei auch die betriebliche Ausbildung nicht zu kurz kam.

Gegen 22.15 Uhr endete der offizielle Teil, wobei man noch anschließend in kleineren Kreisen lebhaft diskutierte.

Insgesamt gesehen war es eine sehr interessante Veranstaltung mit einer guten Beteiligung an einer lebhaften und konstruktiven Diskussion.